Jazz in Concert

Gesellschaftshaus Sonneberg

Samstag, 15.11.2025, 20:00 Uhr
Gesellschaftshaus Sonneberg

 

 

Vorverkauf über Reservix
Abendkasse: 50,00 €

 

Jazz in Concert

Owner Of A Lonely Heart – Tribute to Yes

Arkady Shilkloper (RU), Matthias Schriefl (DE), Norbert Nagel (DE), Thilo Wolf Orchestra (DE)

 

Zum Finale der 39. Sonneberger Jazztage gibt es ein außergewöhnliches Orchesterkonzert, das einen jazzinspirierten Tribut an die britische Art-Rock-Legende „Yes“ bietet – mit besonderem Fokus auf ihren internationalen Hit „Owner of a Lonely Heart“ von 1983 (Nr.1 in USA). Der in Deutschland lebende russische Ausnahmehornist Arkady Shilkloper ließ sich bereits 2015 so sehr von der komplexen Musik dieser Band inspirieren, dass er zusammen mit dem Omsk Philharmonic Orchestra das Album „Owner of a Lonely Horn“ aufnahm – eine faszinierende Neuinterpretation von „Yes“-Klassikern im orchestralen Jazzgewand. Der international gefeierte Meister-Hornist selbst dazu: „Das höchste Niveau, das die Yes-Musiker erreicht haben, ihre Kreativität, ihre jugendliche Energie, ihre unerwarteten rhythmischen, harmonischen und kompositorischen Lösungen verblüffen mich immer noch und inspirieren mich zu meinen eigenen musikalischen Höchstleistungen.“ In Sonneberg erlebt dieses Programm nun eine ganz besondere Premiere: Unter der Leitung von Thilo Wolf musiziert erstmals ein eigens für diesen Abend zusammengestelltes Orchester mit Streichern, Holz- und Blechbläsern, ergänzt durch ein Jazztrio. Sie spielen gemeinsam mit den Solisten Arkady Shilkloper (Waldhorn, Flügelhorn, Alphorn), Matthias Schriefl (virtuoser Multiinstrumentalist aus den Alpen) und Norbert Nagel (Klarinette, bekannt für seine genreübergreifende Musikalität).

Special Guest ist das renommierte Modern String Quartet als Teil des Orchesters - mit solistischen Akzenten. Das Thilo Wolf Orchestra verbindet dabei souverän Jazz, Klassik und Entertainment.

 

Besonders reizvoll: Es entsteht ein musikalischer Dialog über Genregrenzen hinweg. Immer wieder treten neue, überraschende Kombinationen auf – beispielsweise, wenn Alphörner auf Streicher treffen, Jazz-Solisten mit Orchesterfarben verschmelzen oder sich Stimmen und Blasinstrumente in emotionalen Duetten begegnen. Neben den spektakulären „Yes“-Adaptionen erwartet das Publikum eine Vielzahl weiterer Highlights aus Jazz und Pop, die das Konzert zu einem abwechslungsreichen und emotionalen Erlebnis machen. Ein Abend für alle, die große Klangwelten und musikalische Neugier lieben und die sich an kreativen Begegnungen und Lust am Miteinander erfreuen.

 

Ein Blick auf die involvierten Künstler dürfte klarstellen, dass wir es zu „Jazz in Concert“ mit Musikern von höchster Qualität zu tun bekommen werden.

 

Arkady Shilkloper

Der 1956 in Moskau geborene Jazzmusiker ist einer der ganz großen Hornisten dieser Welt. Nach dem Musikstudium am Gnessin-Institut in der russischen Hauptstadt begann er seine Karriere im Orchester des Bolschoi-Theaters, fiel aber bereits in dieser frühen Phase mit Aktivitäten in Richtung Jazz auf. Diese haben dann im Laufe seines Lebens den bestimmenden Ton eingenommen, was ihn zu einem begehrten musikalischen Partner im internationalen Jazz werden ließ. Kooperationen mit Rabih Abou-Khalil, Jasper van’t Hof, Lionel Hampton, Christian Muthspiel oder dem Vienna Art Orchestra beweisen seine Prominenz und Ausstrahlung.

Schilkloper hat zeitgenössische Instrumentaltechniken wie das Overdubbing auf das Waldhorn und später auch auf das Alphorn übertragen. Seine Kontrolle des Alphorns und seine Kreativität als Bläser haben laut dem Jazzkritiker Leonard Feather („Down Beat“) einen neuen Standard gesetzt.

 

Matthias Schriefl

Der Jazztrompeter, Multiinstrumentalist, Komponist und Bandleader Matthias Schriefl ist wohl das größte Überraschungspaket des Abends. Allein die Liste der Instrumente, die er spielt, ist beeindruckend: Trompete, Flügelhorn, Alphorn, Euphonium, Baritonsaxophon, Tuba, Ophikleide, Piccolotrompete, Horn und Sousaphon. Seine Kompositionen umfassen Gesangseinlagen und Klangexperimente mit Kuhglocken, Vogellockpfeifen, einer Plastik-Melodika oder Kinderspielzeug. Schriefls erfolgreichstes Projekt ist die Band „Shreefpunk“, deren erste beiden CD-Produktionen international große Beachtung fanden. Die Band tourte von 2007 bis 2009, teilweise im Auftrag des Goetheinstituts, durch ganz Europa sowie durch Mexiko, Australien und sieben Regionen Westafrikas. Seine musikalische Neugierde inspiriert ihn immer wieder zu längeren Studienreisen nach Indien und Aufenthalten in afrikanischen und südamerikanischen Ländern, wo er sich mit verschiedenen musikalischen Traditionen befasst. 2016 zahlte sich sein vielseitiges Engagement mit dem Weltmusik-Preis RUTH in Rudolstadt aus. 2023 gewann Schriefl den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Blechblasinstrumente. Die Jury begründete ihr Urteil, wie folgt: "Matthias Schriefl sticht durch seine unkonventionelle musikalische Vision in der deutschen Jazzszene heraus. Mit seiner unverwechselbaren Originalität und seinem mutigen Ansatz bei der Interpretation von Standards, aber auch bei der Umsetzung seiner eigenen von alpinen Sounds geprägten Kompositionen, zeigt er sich als hervorragender Instrumentalist mit einem mitreißenden, ganz eigenen Spirit.

 

Norbert Nagel

Norbert Nagel prägt seit Jahrzehnten die Musikszene Deutschlands, indem er spielerisch eine Brücke schlägt zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik. Als musikalischer Grenzgänger bekannt, verwirklicht er regelmäßig Konzertprogramme über den wechselseitigen Einfluss von Jazz, traditioneller Musik und Klassik. Er ist auf unzähligen Tonträgern, Soundtracks und Sendungen zu hören und gewinnt mit seinen Ensembles Preise in Asien und Europa. Ob als langjähriger Begleiter von Thilo Wolf und Konstantin Wecker oder Bandleader und Studiomusiker zwischen Berlin und München - Norbert Nagel öffnet Musik-Kosmen in feinsten Klangnuancen und seziert das, was die Musik im Innersten zusammenhält.

 

Thilo Wolf

Thilo Wolf war mit seiner Big Band und variablen anderen Besetzungen bereits mehrfach in Sonneberg zu Gast. Der Musikchef des Fürther Stadttheaters ist besonders in Erinnerung geblieben mit dem Programm „I Got Rhythm – The Music Of George Gershwin“ mit „Thilo Wolf Jazz Quartett & Strings Orchestra feat. Torsten Goods im Jahre 2021 oder 2016 mit seiner Big Band und dem Trompeter Nils Wülker, Sänger Max Mutzke und Opernstar Thomas Quasthoff. Der 1967 geborene Pianist, Komponist und Arrangeur Thilo Wolf liebt den pulsierenden, swingenden Jazz, öffnet sich dabei aber immer auch stilübergreifenden Projekten. Crossover im besten Sinne bieten die Kooperationen mit den Nürnberger Symphonikern, mit dem Windsbacher Knabenchor oder dem Berliner Saxophon Ensemble. In der Zusammenarbeit mit der „Skibbe Band“ oder dem Sänger Max Mutzke vereint er Big–Band–Sound mit Rock, Pop und Soul.

 

 

Besetzung:

Arkady Shilkloper                Waldhorn, Flügelhorn, Alphorn

Matthias Schriefl                  Trompete, Flügelhorn, Alphorn, Tuba u.a.

Norbert Nagel                      Saxofon, Klarinette

Thilo Wolf Orchestra           Jazzband, Strings, Woodwinds & Brass

Modern String Quartet

(im Orchester)                      Violine (2), Viola, Violoncello                   

 

Text: Fred Ulbricht

 

Videolinks:                https://www.youtube.com/watch?v=Eb36sSPIM1A

 

                                   https://www.youtube.com/watch?v=7LpRsaEEmiE                

 

 

Copyrights:               Thilo Wolf                             (Dirk Kampa)

                                   Arkady Shilkloper                (Sabine Burger)

                                   Matthias Schriefl                  (Frank C. Müller)

 

Websites:                 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Arkadi_Fimowitsch_Schilkloper

 

https://schriefl.eu/de

 

www.thilo-wolf.de

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